auferstehung, aufatmen

es war
im grenzlicht des morgens

der in stein gemeißelte letzte hauch
drängte zur umkehr

als der knebel zur seite rollte
fiel luft ins dunkel

und licht
ins ende

und spiegelte sich
im augenpaar der flügel

staub und stille
rührten sich nicht

trugen ohne verwunderung
das verlassene leinen

den einmaligen schmerz
der erhebung entgegen

im ersten knirschen
war das nichts vergangen

gnädig widerspenstig
strömte der uratem

draußen verlor sich eine träne
im stocken der frage

abgebrochen der atem
zwischen den blanken augen

sie stolperten
ins unverhofft offene

rauschender zweifel
zwischen den grünen ohren

eine ahnung von tanz
auf den lippen

vor dem ersten sonnenlicht
ein ungläubiges aufatmen

stefan voges